Ich wurde in einer kleinen Stadt im Süden der USA geboren und wuchs in einem konservativen Umfeld auf. Schon als Teenager wusste ich, dass ich anders war – mein Körper entsprach nicht dem, was die Gesellschaft von mir erwartete. Mit 18 begann ich, mich in Online-Foren mit der Trans-Community auszutauschen, und entdeckte dort die Möglichkeit, durch Pornografie nicht nur meine Identität auszuleben, sondern auch finanziell unabhängig zu werden. Mein erster Dreh war aufregend und zugleich beängstigend: Ich wusste nicht, ob die Zuschauer mich akzeptieren würden. Aber ich hatte Glück – mein Debütvideo erhielt positives Feedback, und das gab mir den Mut, weiterzumachen.
Nach etwa einem Jahr in der Branche bekam ich die Gelegenheit, für ein bekanntes Studio zu arbeiten, das sich auf transsexuelle Darsteller spezialisiert hatte. Dort nahm ich meinen Künstlernamen „TS Foxxy“ an – „Foxxy“ stand für meine schlaue, durchsetzungsfähige Art, die ich in der Produktion zeigte. Meine ersten großen Szenen wurden über Nacht viral, vor allem eine Zusammenarbeit mit einer anderen bekannten Trans-Darstellerin. Plötzlich bombardierten mich Agenturen mit Anfragen. Ich lernte schnell, Verträge zu lesen, meine Grenzen zu setzen und mich in der oft rauen Geschäftswelt zu behaupten. Meine Erfahrung zeigte mir: Authentizität ist der Schlüssel. Je mehr ich ich selbst war, desto mehr mochten mich die Fans.
Der Ruhm brachte nicht nur Vorteile. Ich musste mich mit Vorurteilen auseinandersetzen, sowohl innerhalb der Branche als auch in der Gesellschaft. Manche Kollegen behandelten mich anders, weil ich trans bin, und ich erlebte offene Ablehnung auf Dating-Plattformen. Gleichzeitig half mir meine Karriere, meiner Familie endlich die Wahrheit zu sagen. Meine Mutter weinte zuerst, aber als sie meine erste professionelle Szene sah, sagte sie: „Du strahlst so viel Selbstbewusstsein aus – das habe ich noch nie bei dir gesehen.“ Das war ein Meilenstein. Mit der Zeit wurde ich für mehrere Preise nominiert, darunter die „Transgender Erotica Awards“, und ich begann, andere junge Transmenschen zu mentorieren. Einer meiner schönsten Momente war, als eine junge Frau mir schrieb, dass meine Videos ihr geholfen hätten, ihren eigenen Weg zu finden.
Parallel zur Arbeit habe ich mich intensiv mit meiner Gesundheit und Fitness beschäftigt. Eine Hormontherapie und regelmäßiges Training halfen mir, meinen Körper so zu formen, wie ich ihn mir wünschte. Ich lernte, mich selbst zu lieben – ein Prozess, der Jahre dauerte. Heute bin ich stolz darauf, dass ich nicht nur als Darstellerin, sondern auch als Aktivistin wahrgenommen werde. Ich gebe Interviews über Trans-Rechte, nehme an Pride-Veranstaltungen teil und teile meine Geschichte auf Social Media. Die Arbeit in der Erwachsenenindustrie hat mir eine Plattform gegeben, die ich für etwas Größeres nutzen kann. Wenn ich auf meine Reise zurückblicke, sehe ich eine Frau, die ihre Ängste überwunden und sich ihren Platz erkämpft hat – und zwar ohne Kompromisse.
Heute lebe ich in Los Angeles und arbeite weiterhin als Model und Darstellerin, aber auch hinter der Kamera als Produzentin. Ich habe eigene Projekte ins Leben gerufen, bei denen ich sicherstelle, dass alle Mitwirkenden fair bezahlt und respektvoll behandelt werden. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass man sich nicht verstellen muss, um erfolgreich zu sein. Die Momente, in denen ich auf der Bühne ausgezeichnet wurde oder ein Fan mir erzählt, dass ich ihm den Mut gegeben habe, sich zu outen, sind unbezahlbar. Das ist mein Leben – nicht perfekt, aber echt. Und genau das möchte ich weitergeben.